Im Januar habe ich 3 Tage am Stück Kraan in Krefeld/Dortmund und Bocholt gesehen. Während die Band in Krefeld noch leichte Anlaufschwierigkeiten hatte, war das Dortmunder Konzert am Tag darauf ein absolutes Highlight.
Von diesem Abend gibt es einen neuen kurzen Clip, den ich ohne Untertreibung als “very rare” bezeichnen kann, denn bei “free style” handelt es sich eigentlich um eine klassische Improvisation. Dieser Part wurde beim Soundcheck kurz geprobt, beim Auftritt dann gespielt, bei späteren Gigs aber nie mehr aus der Kiste geholt.
Vielleicht ändert sich das ja, wenn die Jungs noch einmal reinhören können, was sie da im Januar im Piano in Dortmund gezaubert haben!
Zum zweiten Mal hatte ich im November 2008 die Gelegenheit, KRAAN im Club “Dieselstraße” in Esslingen zu sehen. Wenn ich mich nicht jedes Mal durch diverse A8-Staus quetschen müsste, wäre ich da sicherlich öfters. Die ganze Crew ist äußerst angenehm! Das ist bei weitem nicht überall so.
Zum Kraan-Gig in Schweinfurt habe ich ja lustige Kommentare auf der Band-Homepage gelesen. Die Band soll da durch die Gedudel zwischendurch sogar das Publikum rausgetrieben haben. Na ja, so richtig vorstellen kann ich mir das nicht, denn gerade wenn das Gedudel los geht, wird es doch richtig spannend!?
Der Club in Esslingen war gut gefüllt, einige -- auch jüngere Gesichter -- kamen mir bekannt vor. Der Sound war klasse, die Dreierbesetzung sagt mir -- im Gegensatz zu einigen wenigen hartgesottenen Fans -- wirklich sehr zu. Diverse “HELLMUUUUUT“-Rufe gaben mir auch zu verstehen, dass es anderen Zuschauern auch so ging. Ja, der Hellmut Hattler, der „zuppelt“ da ja schon was runter an seinem Bass, das ist schon erstaunlich. Peter Wolbrandt an der Gitarre steuert nicht selten auf verrückte Soundabenteuer zu während Jan Fride (Wolbrandt) für für ein solides Fundament sorgt und mich neben seiner super Technik besonders durch seinen Sound anspricht.
Apropos Technik: Mittlerweile wird KRAAN wie HATTLER auch durch eine Videoleinwand unterstützt. Das hat was. Ein bisschen mehr Lightshow wäre vielleicht angebracht, aber da muss man sicherlich bedingt durch die etwas kleineren Clubs Abstriche machen.
Die Setlist war folgende:
Andy Nogger
Ohne Titel (auf dem “Spickzettel” steht da aber 08/15) Nachtfahrt
Silver Buildings
Jerk Of Life
Holiday Am Marterhorn
The Pike
Dinner For Two -- Vollgas Ahoi
Akua
Hallo, Ja Ja
Borgward
Nam Nam
Zugabe: Kraan Arabia
Neben Borgward (siehe den letzten Blog-Eintrag) habe ich auch einen Clip von Marterhorn erstellt. Keine Ahnung, warum ich den ’09 genannt habe. Da muss mein Zeitgefühl etwas durcheinander geraten sein. Aber ich bin mir sicher, dass die Band auch im Jahr 2009 genau so knackig klingt!
Eigentlich wollte ich den Borgward-Clip – aufgenommen im November 2008 im Club “Dieselstrasse” in Esslingen – wie gewohnt auf YouTube veröffentlichen, aber die Begrenzung auf 10 Minuten machten mir da einen Strich durch die Rechnung.
Wie nicht anders zu erwarten, blieben auch Nachfragen zwecks Aufhebung der Maximal-Laufzeit seitens YouTube unbeantwortet.
Daraufhin habe ich mir weitere Videoplattformen angesehen und muss nun doch eine ernst gemeinte Nachricht an die YouTube-Macher los werden: Es ist was im Gange! Passt auf, dass die seriösen Filmer nicht aufgrund unnötiger Restriktionen zu anderen Plattformen abwandern. 10 Minuten reichen vielleicht für Chicka-Wah-Wah-Werbeclips, aber nicht immer für anspruchsvolle Musik. Auch die 100 MB Grenze scheint mir in HD-Zeiten antiquiert zu sein. MySpace oder Vimeo bieten da jetzt schon weitaus mehr!